Zehn Stopps in 21 Tagen, wo immer in Europa Du möchtest, mit dem Interrail Pass. Und das für knapp 200 Euro, solange Du noch unter 26 Jahre alt bist. Klingt zunächst nach viel Stress, ist aber die perfekte Möglichkeit, um möglichst viel in kurzer Zeit für möglichst wenig Geld zu sehen. Ich zeige Dir meine Interrail Routen, die uns durch die Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien geführt haben.

Interrail Reisetipps

Dein Interrail Paket kannst Du frei wählen. So kannst Du beispielsweise auch nur fünf Stopps in 15 Tagen machen, dann wird das Ticket billiger.

Theoretisch kannst Du mit diesem Ticket in jeden Zug innerhalb Europas einfach ein- und wieder aussteigen, wann immer Du gerade Lust hast. In der Praxis ist das nicht ganz so flexibel, da manche Züge (Nacht- und Schnellzüge) generell reserviert werden müssen. Ganz ohne vorherige Planung geht es also nicht. Es kommt aber immer darauf an, welche Länder Du bereist und welche Art von Zügen Du auswählst.

Bevor Du einen Zug besteigst, solltest Du immer das heutige Datum in den Pass eintragen. Du kannst natürlich hoffen, an diesem Tag nicht kontrolliert zu werden und solange warten bis ein Schaffner kommt, um einen Stopp zu sparen. Aus persönlicher Erfahrung würde ich das nicht empfehlen. Wir hatten Glück im Unglück und kamen mit einer Nachzahlung davon. Wenn Du Pech hast, ist diese allerdings genauso hoch, wie der Preis für Dein gesamtes Interrail Ticket. Im schlimmsten Fall wird Dir der Interrail Pass direkt abgenommen. Versuche also besser, mit den vorhandenen Stopps auszukommen.

Interrail Länder

Nimm Dir nicht zu viele Länder vor. Auch wenn der Pass sehr zum Ausnutzen verführt – sitzt Du am Ende den Großteil Deiner Reise im Zug, hast Du auch nichts gewonnen. Beschränke Dich am besten auf einen Teil Europas und versuche, längere Strecken über Nacht zu fahren. In Osteuropa ist es generell einfacher, den Zug zu nehmen, auf den Du gerade Lust hast, da hier die Züge seltener ausgebucht sind. Uns hat es, da es Sommer war und ich die Tour nutzen wollte, um einige Freunde zu besuchen, nach Südeuropa an die Strände verschlagen. Dafür mussten wir etwas Flexibilität einbüßen und sehr beliebte Strecken im Voraus buchen. Das heißt auch, dass wir uns an einen etwas strikten Zeitplan halten mussten, der nicht mehr viel Raum für Änderungen oder Spontanität ließ.

Interrail: Wo übernachten?

Wir haben uns für unsere Interrail Reise komplett für Couchsurfing entschieden, da wir so keine Extrakosten hatten und flexibler sein konnten. Buchst Du Dein Hotel oder Hostel bereits im Voraus, bist Du natürlich noch strikter an Deinen Zeitplan gebunden. Beim Couchsurfing bist Du zwar darauf angewiesen, dass die Gastgeber nicht abspringen, im Zweifel findet sich dafür allerdings eher eine Alternative, als für ein storniertes Hotelzimmer.

Interrail Routen Planung

Durch Nachtfahrten sparst Du auf Deiner Reise einiges an Zeit. Wir hatten insgesamt fünf davon auf unserer Tour und dadurch in jeder Stadt mindestens zwei Tage Zeit für Sightseeing. Noch weniger macht auch kaum Sinn, wenn das Ganze nicht in Stress ausarten soll.

Wie viele Stopps?

Zehn Stopps sind weniger, als es im ersten Moment scheint und um die nicht zu verschwenden, haben wir zwischendurch für kleinere Strecken extra bezahlt. Die Züge entlang der Cote d’Azur sind beispielsweise sehr günstig, da die Städte direkt nebeneinander liegen. Auf diesen kurzen Strecken haben wir keinen Interrail Halt eingetragen.

In Spanien haben wir teilweise Busse, sogar einen Nachtbus von Madrid nach Sevilla, genutzt und in Italien, durch die kleinen Städtchen in der Toskana, ein Auto gemietet. So hatten wir zwischen all den Städten auch noch was von der Landschaft.

Meine Interrail Route

1. Halt: Zürich

2. Halt: Florenz

Pisa & Siena: Mit dem Mietwagen durch die Toskana

3. Halt: Venedig

4. Halt: Turin

5. Halt: Cote d’Azur

Nizza

Cannes

Monte Carlo

Grasse

6. Halt: Lyon

7. Halt: Madrid

Nachtbus: Sevilla & Granada

8. Halt: Bilbao

9. Halt: San Sebastián

10. Halt: Paris

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