Reisezeit Mexiko- Bist Du vielleicht gerade länger in Mexiko unterwegs und fragst Dich, wann und wo die besten Veranstaltungen stattfinden? Oder planst Du eine Reise nach Mexiko und überlegst noch, wann Du am besten fliegst und wohin? In meinem Mexiko-Kalender verrate ich Dir, was jeden Monat wo in Mexiko los ist, wo Du am besten den Día de los muertos (Tag der Toten) Anfang November verbringst, wo der größte Karneval im Februar steigt und welche Orte Du zur Hurrikane Saison am besten meidest. Eines sei vorweggesagt: in Mexiko gibt es das ganze Jahr über viele Gründe zu feiern!

Januar in Mexiko: Monarchen-Schmetterlinge

Jedes Jahr zu Beginn des Jahres kehren die berühmten Monarchenfalter, wunderschöne, große Schmetterlinge, zurück in die Berge zwischen Morelia und Toluca um dort zu überwintern und tauchen den Wald dabei in ein schwarz-orangenes Meer aus Flügeln. Sowohl die Bäume als auch der Himmel sind bedeckt von Schmetterlingen. Ein unglaubliches Spektakel, dass Du Dir nicht entgehen lassen solltest.

Das Biosphärenreservat in Michoacán, wo die Monarchenfalter überwintern, erreichst Du am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Angangueo aus. Der kleine Ort liegt etwa in der Mitte zwischen Mexiko-Stadt und Michoacáns Hauptstadt Morelia.

In der Region um Michoacán, Mexiko-Stadt und Puebla wird es im Winter übrigens richtig kalt. Nachts habe ich teilweise Temperaturen um die Null Grad erlebt. Falls Du also der europäischen Kälte entfliehen möchtest, halte Dich lieber an die Küsten des Landes.

Februar in Mexiko: Karneval in Veracruz

Der beste Ort, um in Mexiko den Karneval zu feiern, ist definitiv die Küstenstadt Veracruz an der Ostküste des Landes. Die abgesperrten Straßen rund um den Hafen werden eine Woche lang gesäumt von riesigen geschmückte Wagen, auf denen unzählige kostümierte Tänzer mit der Menge feiern. Samba Tänzer erinnern an den weltberühmten Karneval in Rio de Janeiro. Die Party beginnt jeden Morgen bereits früh und endet erst spät in der Nacht.

Veracruz erreichst Du von Puebla aus mit dem Bus. Etwa drei Stunden dauert die Fahrt. Falls Du ein Hotelzimmer vor Ort buchen möchtest, solltest Du schnell sein. Eine Couchsurfing Option haben wir hingegen, relativ kurzfristig, noch eine Woche zuvor gefunden.

März in Mexiko: Spring Break

Pünktlich zum Spring Break fallen mexikanische und amerikanische Schüler und Studenten über die Strände der Riviera Maya und der mexikanischen Westküste her. Besonders Cancún und Puerto Vallarta gelten als Spring Break Hochburgen. Du kannst Dich also entweder anschließen und eine Woche im Ausnahmezustand verbringen oder diese Orte zu Frühlingsbeginn meiden.

April in Mexiko: Semana Santa

Die Osterwoche im März oder April ist überall in Lateinamerika eine freie Woche, die sogenannte heilige Woche. Von Mexiko bis Argentinien werden die Straßen für die vielen Prozessionen geschmückt. Opfertische, die an Thanksgiving erinnern, säumen die Straßenränder. Überall wird gefeiert und in den Touristenorten der Länder herrscht absolute Hochsaison.

Mai in Mexiko: Cinco de Mayo

Der fünfte Mai ist ein mexikanischer Feiertag, der dem Sieg über die französische Armee in der Schlacht von Puebla gedenkt. Besonders in Puebla und Cholula herrscht an diesem Tag Ausnahmezustand mit Feuerwerk und Partys in der ganzen Stadt. In Cholula ist die berühmte Pyramide die ganze Nacht lang beleuchtet und es wird noch länger und wilder gefeiert, als in anderen Nächten der Studentenstadt.

Puebla und Cholula liegen mit dem Bus etwa zwei Stunden von Mexiko-Stadt entfernt. Mehrere Busse bringen Dich vom Flughafen der Hauptstadt direkt nach Puebla oder Cholula.

Juni – September in Mexiko: Hurrikane Saison

Der europäische Sommer ist keine gute Reisezeit für Mexiko. An den Küsten herrscht Hurrikane Saison. Das heißt, die Strände sind teils völlig verwüstet, das Wasser reicht bis an die Ortsränder heran und es regnet teilweise stundenlang. Natürlich gibt es auch schöne Tage, die Chancen dafür sind aber eher gering. Selbst in den Großstädten im Zentrum, wie Mexiko-Stadt und Puebla setzt der Regen pünktlich ab vier Uhr nachmittags alles unter Wasser. Egal, wie schön das Wetter den Tag über war: ab Punkt vier Uhr wurde ich von Schauern, wie ich sie nie vorher erlebt hatte, innerhalb von Sekunden komplett durchgeweicht. Am nächsten Morgen stehen dann alle Straßen unter Wasser.

Sicherer bist Du in der Trockenzeit von Oktober bis April. Zu dieser Zeit kannst Du das ganze Land bei angenehmen Temperaturen gut bereisen. Die Wassertemperatur ermöglicht an jeder Küste des Landes ganzjähriges Baden und auch die Lufttemperaturen in den Küstenorten fallen selten unter 25 Grad. In den Höhenlagen erlebst Du im Winter hingegen sogar Temperaturen um den Gefrierpunkt.

September in Mexiko: Día de Independencia

Den wichtigsten mexikanischen Feiertag, den Unabhängigkeitstag am 16. September, verbringst Du am besten dort, wo alles begann: in Guanajuato. Hier wird am Abend zuvor um 23 Uhr (genauso wie in jeder anderen größeren Stadt im Land) der berühmte Freiheitsruf „Viva Mexico“ von Miguel Hidalgo inszeniert und eine riesige Menge in rot-weiß-grün stimmt mit ein. Nach einer Partynacht im Ausnahmezustand finden am nächsten Tag in jedem Dorf Militärparaden und Festumzüge statt, die das Ereignis von 1810 nachstellen.

Bist Du am 16. September noch in der Lage zu fahren, lohnt es sich von Guanajuato aus ins eine Stunde entfernte San Miguel de Allende zu fahren, um den Prozessionen in diesem traditionellen Ort zuzuschauen.

Oktober in Mexiko: Cervantino

Das Festival Cervantino zu Ehren des Schöpfers Don Quijote findet den ganzen Oktober lang ebenfalls in Guanajuato statt. Dafür zieht es Künstler für Theater, Literatur, Kunst und Tanz aus aller Welt in die mexikanische Stadt.

November in Mexiko: Día de Muertos und Festival de Globos

Einer meiner absoluten Lieblingsfeiertage und wahrscheinlich der bekannteste mexikanische Feiertag, ist der Día de los muertos, der Gedenktag für die Toten. Anders als vermutet wird an diesem Tag allerdings nicht getrauert, sondern gefeiert. Gräber werden wunderschön geschmückt, meist mit Dingen, die den Verstorbenen besonders wichtig waren und die ganze Familie kommt am Grab zusammen, um gemeinsam zu essen, zu trinken und die Nacht gemeinsam mit ihren Toten zu verbringen. Viele Häuser sind an diesem ersten Tag im November geöffnet und zeigen geschmückte Altare mit Bildern ihrer Verstorbenen. Wenn Du die Chance hast, fahre an diesem Tag unbedingt für einige Stunden zur Insel Pátzcuaro in Michoacán, um den Día de los muertos in seiner ganzen Fülle zu erleben. Hier ist jedes Haus geöffnet, es wird Atole (eine Art mexikanischer Glühwein) serviert und das gesamte Dorf ist auf den Straßen und Friedhöfen und feiert die ganze Nacht.

Beim Festival de Globos in León hingegen, bekommst Du die Chance, vor kitschiger Kulisse direkt am See zu zelten und unzähligen Heißluftballons beim Aufsteigen in den Himmel zuzusehen. Die Ballons werden bereits am Abend auf der großen Wiese präsentiert und steigen am nächsten Morgen hoch. Dafür lohnt sich auch ein frühes Aufstehen.

Dezember in Mexiko: Der Geburtstag der Jungfrau & viele Posadas

Es ist eigentlich kaum möglich, dass Du Mexiko bereist, ohne mindestens einmal den Namen Guadeloupe gehört zu haben. Die Mexikaner verehren ihre Nationalheilige, ob in jeder Kirche oder auf dem Altar im eigenen Haus. Ihr zu Ehren werden am 12. Dezember, dem Tag ihres Erscheinens überall im Land Feste gefeiert. Es finden auf jeder Straße Prozessionen statt und festlichen Wagen fahren teilweise hunderte Kilometer von einer Stadt in die andere. Die Mexikaner kommen den ganzen Tag über in den Kirchen zu verschiedenen Messen zusammen.

In der Woche vor Weihnachten finden in jeder Nachbarschaft die sogenannten Posadas statt. Ursprünglich sollte so die Suche Marias und Josefs nach einer Bleibe dargestellt werden. Alle Türen sind geöffnet und die Menschen feiern miteinander. Heutzutage geht es dabei aber hauptsächlich um das Zerschlagen von Piñatas, bunt gestalteten Figuren aus Pappmaché, die mit Süßigkeiten gefüllt werden. Mit verbundenen Augen und einem Stock werden sie anschließend, an einer Leine hängend, kaputt gehauen.

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