Hi – schön, dass Du hier bist!

Ich bin Tamara, 30 Jahre alt, Mama und Digitale Nomadin. Meine Unfähigkeit, mehr als ein paar Monate am selben Ort zu verbringen, hat mich in den letzten zwölf Jahren rund um den Globus geführt.

Fake it till you make it

Inzwischen sehen die Menschen in meinem Umfeld (und ich mich selbst) so sehr als dauerreisende Abenteurerin, dass ich teilweise selbst vergesse, dass das nicht immer so war. Nach meinem Abi 2007 war ich alles andere als ein aufgeschlossener „Ich fliege mal eben allein mit einem Work&Travel Visum nach Australien“-Mensch. Ich war eher schüchtern und wusste nicht so richtig, was ich jetzt eigentlich machen sollte. Weil ich mir selbst etwas beweisen wollte und irgendwie neugierig war, was das Leben so zu bieten hat, machte ich dann also genau das – mich aus meiner Komfortzone heraus bewegen und allein nach Australien fliegen.

Die wertvollste Erfahrung meines Lebens

Neben der Kürbisernte und dem Brokkoli pflanzen (ich habe mehrere Monate mit Fruitpicking mein Geld verdient), konnte ich unglaublich viele tolle Menschen aus aller Welt mit völlig verschiedenen Hintergrundgeschichten kennenlernen. Das hat meinen Horizont und meine Sicht auf sehr viele Dinge damals komplett verändert. Viele der Freundschaften, die ich damals geschlossen habe, bestehen noch immer und dafür bin ich unendlich dankbar.

Ich kann gar nicht genau sagen, wann ich dann tatsächlich zu diesem Menschen geworden bin, der ich gerne sein wollte – der, der das ganze Reisen, die Unabhängigkeit und die Ungewissheit braucht.

Studium und mehr Reisen

Als ich 2009 anfing, in meiner Heimatstadt Wirtschaftswissenschaften zu studieren, war schnell klar, dass ich nicht mehr so weitermachen konnte, wie vor Australien. Die Reisesucht war ausgebrochen – die Lust, neue Menschen, Länder und Kulturen kennenzulernen, mich persönlich weiterzuentwickeln und keine Erfahrung auszulassen. Und dafür habe ich jede Gelegenheit genutzt: zuerst ging ich nur in den Semesterferien für zwei Monate nach Ghana, um Englisch zu unterrichten. Im nächsten Jahr wurde daraus ein ganzes Auslandssemester in Umea, im Norden von Schweden (das ich übrigens schnell auf ein ganzes Jahr verlängert habe). Danach hängte ich noch ein Praxissemester in Madrid an, in dem ich ein Praktikum absolvierte. Alles mitnehmen, was geht, war mein Motto. Im Sommer 2014 stand ich dann vor der großen Frage: Studium abschließen oder doch noch ein letztes Semester im Ausland verbringen? Ich entschied mich natürlich für Letzteres und ging an unsere Partneruniversität in Cholula, in Mexiko. Dort habe ich dann übrigens auch den Vater meiner Tochter kennengelernt.

Warum der Blog?

Eigentlich muss jeder Blogger entweder überdurchschnittlich optimistisch oder komplett durchgeknallt sein. Ich erinnere mich an unzählige Nächte voller YouTube-Tutorials, bis überhaupt meine Website einigermaßen stand. Artikel schreiben, Bilder bearbeiten, Social Media Kanäle aufbauen – dahinter muss einfach ein starkes Warum stecken. Meine Motivation war, den Menschen da draußen zu zeigen, wie schön die Welt dort ist, wo kein Pauschaltourismus herrscht, dass aber auch jeder etwas tun muss, um sie so zu erhalten. Und das geht auch ohne viel Geld. Deshalb versuche ich mit meinen Artikeln immer wieder klarzumachen, dass „Ich habe kein Geld“ nicht als Ausrede zählt, um in Deiner Komfortzone zu bleiben.

Ich bin der Meinung, dass das Reisen bewusstere und verantwortungsvollere Menschen aus jedem von uns macht. Deshalb werden wahrscheinlich auch so viele Reiseblogger zu Weltverbesserern (worüber ich übrigens auch einen Artikel geschrieben habe).

Als Odysseyer mehr und mehr Leser bekam, hatte ich irgendwann den Wunsch, für meine Arbeit bezahlt zu werden und vielleicht irgendwann mein Hobby zum Beruf machen zu können. Nach meinem Studium ging ich für ein Jahr zurück nach Mexiko und konnte, dank niedriger Lebenshaltungskosten, tatsächlich komplett von meinem Blog leben.

Zurück in den Vollzeit-Job

Das ging genau so lange gut, bis meine Tochter geboren wurde. Auch wenn ich das erste Jahr fleißig weiter an meinem Blog gearbeitet habe – irgendwie schlug das Sicherheitsdenken durch und so fing ich, als meine Tochter gerade einmal elf Monate alt war, einen Vollzeitjob im Online-Marketing an. Mir hat der Job wirklich Spaß gemacht und ich konnte während dieser Zeit unglaublich viel lernen, was mir auch für Odysseyer weitergeholfen hat. Nach und nach vermisste ich aber die Zeit mit meiner Tochter und das Arbeiten am Blog, der inzwischen natürlich völlig auf Eis lag und ich wusste, dass ich irgendetwas ändern musste.

Ortsunabhängiges Arbeiten

Seit Anfang 2019 arbeite ich nun komplett freiberuflich und die Flexibilität ist das, was ich am meisten an meinem Job schätze. Nicht nur, dass ich wieder reisen kann, wann und wohin ich möchte – noch mehr, dass ich in der Lage bin, mir meine Zeit frei einzuteilen. Keine finanzielle Sicherheit und vor allem kein Besitz kann für mich das Gefühl von Freiheit und Reisen aufwiegen. Meine Homebase habe ich mittlerweile in meiner Heimatstadt Kassel. Ich bin immer noch mehrere Monate im Jahr unterwegs, aber ich lebe nicht mehr nur aus dem Rucksack und habe einen Ort, in der Nähe meiner Familie und meiner ältesten Freunde, an den ich immer gern zurückkomme. Außerdem sind wir regelmäßig für längere Zeit in Mexiko. Einerseits, damit meine Tochter die andere Hälfte ihrer Wurzeln kennenlernt, andererseits, weil wir die mexikanische Kultur in Deutschland manchmal ziemlich vermissen.

Auch die Motivation für den Blog hat sich durch das Mamasein verändert. Ich merke, dass ich weitergeben möchte, was ich im Leben bisher gelernt habe und dass ich etwas Bleibendes erschaffen will, wovon hoffentlich auch die nächste Generation noch profitiert.

Bewusst leben

Ich bin seit über 13 Jahren Vegetarierin und versuche seit einigen Jahren, mich hauptsächlich vegan zu ernähren. Zunächst aus dem simplen Grund, dass ich Tiere verdammt gerne mag. Inzwischen möchte ich meinen gesamten ökologischen Fußabdruck auf dieser Erde so gering wie möglich halten. Nach und nach habe ich immer mehr zu diesem Thema gelesen und dazugelernt. Insgesamt wenig zu konsumieren, fiel mir gar nicht so schwer, da ich schon immer eher minimalistisch unterwegs war. Inzwischen kaufe ich fast ausschließlich Fair Fashion, benutze nur noch nachhaltige Naturkosmetik und habe sogar mein Haus ökologisch eingerichtet, von der Wandfarbe bis zum Kleiderschrank. Das geht inzwischen so problemlos, dass ich nicht wüsste, warum ich es nicht tun sollte. Weil ich weiß, wie lange diese Reise trotz allem bei mir gedauert hat, versuche ich gar nicht erst, irgendjemandem diesen Lebensstil aufzudrängen. Ich glaube, dass jeder seinem Wissen nach das Beste tut. Den meisten Menschen muss man eher vorleben als predigen, wie einfach Green Living funktioniert.

Das einzige, was sich mit diesem Lifestyle nicht besonders gut verträgt, ist das viele Fliegen. Deshalb reise ich innerhalb eines Landes, oft sogar eines Kontinents, am liebsten über Land. Das hat den Vorteil, dass man dabei automatisch mehr von Landschaft und Kultur mitbekommt, als wenn man lange Strecken einfach „überfliegt“.

Odysseyer

Der Name Odysseyer kommt daher, dass ich, wie Du beim Lesen vielleicht gemerkt hast, eher auf Umwegen meinem Weg gefolgt bin. Ich hatte immer eine größere Vision und einen ungefähren Plan, wo ich hinwollte. Allerdings bin ich meist in die grobe Richtung meiner Träume marschiert, bevor alles anders kam – oft besser als geplant. Ich bin deshalb ein großer Fan davon, einfach erstmal zu machen, statt alles totzuplanen. Es kommt sowieso anders, als Du denkst und während Du gehst, öffnen sich von ganz allein viele neue Türen.

Das Leben ist einfach zu kurz, um jeden Tag von morgens bis abends ins Büro zu gehen und für die Träume anderer zu arbeiten. Ich habe tausend Projekte in meinem Kopf, so viele Dinge, die ich noch lernen, erleben und umsetzen möchte. Aber wie sagt man so schön? Wer seinen Job liebt, muss nie wieder arbeiten.

Geld verdienen mit Bloggen

Natürlich steckt noch immer eine Menge unbezahlter Arbeit in meinen Beiträgen. In die Artikel, die ich in eigener Sache, ohne Kooperation geschrieben habe, habe ich daher immer wieder Empfehlungen für Unterkünfte oder Produkte eingebaut. Ich empfehle Dir natürlich nichts, was ich nicht selbst getestet habe oder wovon ich nicht überzeugt bin. Wenn Du über diese Links kaufst oder buchst, erhalte ich eine Provision, durch die Dir aber keine Mehrkosten entstehen.

Vielen, vielen Dank, dass Du bis hierhin gelesen hast und vor allem, dass Du meinen Blog liest. Jetzt zeige ich Dir, was Du auf Odysseyer alles findest – von allgemeinen Tipps zur Reiseplanung, Reisegeschichten und Infos zum Leben im Ausland, über das Reisen mit Kind und das ortsunabhängige Arbeiten bis hin zu Tipps, wie Du Deine Träume verwirklichen und auch mit kleinem Budget die Welt sehen kannst. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei!

Q&A

Hier beantworte ich einfach mal ein paar der Fragen, die mir vor allem auf Instagram immer wieder gestellt werden:

Wie finanzierst Du das ganze Reisen?

Die absolute Lieblingsfrage, nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch privat, ist die, wie ich das viele Reisen bezahlen kann. Das war schon während meines Studiums so. Dabei ist sie so leicht zu beantworten: Du musst Prioritäten setzen. Reisen stand bei mir schon immer ganz oben auf der Liste und ich sehe es noch immer als die beste Investition. Wenn Du Dir klargemacht hast, was Dir im Leben am Wichtigsten ist, ist es relativ leicht, auf andere Dinge zu verzichten, die Dich davon entfernen.

Kannst Du von Deinem Blog leben?

Nein, nur von dem Blog kann ich im Moment leider noch nicht leben. Da ich selbstständig im Online-Marketing bin, macht Odysseyer nur einen Teil meiner Einnahmen aus. Ich konzeptioniere und texte außerdem für Marketing-Agenturen, Online-Magazine und eigene Kunden. Mehr Infos dazu findest Du auf meiner zweiten Website.

Machst Du alles auf dem Blog selbst?

Alles, was Du hier und auf meinen Social Media Kanälen siehst, ist zu 100% made by Tamara. Ich bin bei meinen Projekten extrem perfektionistisch und mache die Sachen lieber selbst. Auch wenn ich das jedes Mal wieder bereue, sobald ein Problem auftaucht.

Was steht auf Deinem Arm?

Eine der meistgestellten Fragen ist erstaunlicherweise die, nach meinem Tattoo. Da steht „Any way the wind blows“, da ich erstens Queen-Fan bin und der Spruch zweitens perfekt zu meinem Leben passt. Das Tattoo habe ich mir übrigens zusammen mit meiner Schwester während eines Interrail-Trips in Madrid stechen lassen. Sie hat das Gleiche.

Zeigst Du Deine Tochter nie auf Instagram?

Ich zeige meine Tochter gar nicht im Internet. Auf einigen Fotos sieht man sie von hinten im Bild, aber auch das war so eigentlich nicht geplant, sondern liegt einfach daran, dass sie (gerade auf Reisen) meist 24/7 an meiner Seite ist. Ich habe erstens Angst, dass die Bilder irgendwie zweckentfremdet werden könnten und versuche, zweitens die Persönlichkeitsrechte meiner Tochter zu respektieren – andere Menschen poste ich ja auch nicht ungefragt im Internet.

Du hast noch Fragen?

Schreib mir gerne eine Nachricht an info@odysseyer.com oder über das Kontaktformular!

Wenn Du mit mir arbeiten möchtest, sieh Dir vorher noch die Kooperationsmöglichkeiten und bisherige Projekte an.