Traumstrände, Küstenorte, Surfmekkas – nur eine Stunde südlich von Melbournes Stadtzentrum startet sie, die 300 Kilometer lange Küstenstraße von Torquay bis Nelson, ganz im Süden Australiens. Die Great Ocean Road, eine der schönsten Straßen der Welt für einen Road Trip, wie manche sagen. Ich bin sie innerhalb von drei Tagen von Melbourne nach Port Fairy mit dem Auto gefahren und habe die schönsten und lohnenswertesten Stopps für Dich gesammelt.

Start in Melbourne

Solltest Du das erste Mal in Melbourne sein, plane auf jeden Fall noch zwei bis drei Tage im Voraus Deines Road Trips ein, um die Stadt zu besichtigen. Melbourne ist in meinen Augen nämlich eine der schönsten und interessantesten Städte Australiens und den Queen Victoria Market oder die Royal Botanic Gardens solltest Du Dir nicht entgehen lassen.

Sehenswürdigkeiten in Melbourne

Dreh- und Angelpunkt in Melbourne ist der Federation Square rund um die Flinders Street Station. Er grenzt direkt an die Haupteinkaufsstraße und das Viertel Southbank am Yarra River, mit der schönsten Promenade der Stadt. Außerdem fahren von hier aus alle wichtigen Straßenbahnen, wie die City Circle Tram. Eine Fahrt mit ihr wird, dank Lautsprecheransagen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, jedes Mal zu einer kleinen Stadtrundfahrt. Auch die Bahnen nach St.Kilda, einem tollen Strand mit historischem Pier und dem Luna Park, einem Vergnügungspark gleich nebenan, halten an der Flinders Street Station. In der Fitzroy Street ganz in der Nähe gibt es die meisten Restaurants und Cafés.

Die beste Aussicht über Melbourne bekommst Du vom Eureka Tower, der aber mit rund 20 Dollar Eintritt auch nicht ganz billig ist.

Am Brighton Beach findest Du die berühmten bunten Strandhäuschen. Dort lässt es sich auch besser sonnen und schwimmen als in St. Kilda.

Bist Du im November in Melbourne, ist ein Besuch beim Melbourne Cup, dem berühmtesten Pferderennen des Kontinents, Pflicht. Dresscode: super chic und am besten mit Hut! Nach dem Rennen finden in den meisten Lokalen im Stadtzentrum die Afterpartys statt.

Die Great Ocean Road

Sobald Du Melbourne verlassen hast, öffnet sich die Straße zu beiden Seiten. Links erscheint das Meer und rechts wahlweise Berge, Wald oder kleine Küstenorte. Kurz hinter Torquay weist Dich ein Schild über der Straße darauf hin, dass Du Dich jetzt auf der Great Ocean Road befindest.

Es gibt einige Sehenswürdigkeiten entlang der Great Ocean Road, die garantiert jeder auf der Liste hat. The Arch bei Port Campell und natürlich die zwölf Apostel sind nur zwei Beispiele. Da beide etwas weiter hinten auf der Strecke liegen, solltest Du vorher eine Übernachtung einplanen. Der Strecke entlang gibt es immer wieder Hotels direkt an der Straße, sodass Du einfach anhalten und nach einem Zimmer fragen kannst, wo es Dir gefällt.

Die 12 Apostel

Um direkt zum Sonnenaufgang bei den Aposteln zu sein, haben wir die Nacht fünf Minuten entfernt, im Auto verbracht. Eigentlich nicht besonders empfehlenswert, aber das Morgenlicht und die völlige Stille über den zwölf Aposteln waren es wert. Ich bin grundsätzlich gern vor allen anderen an besonders überlaufenen Sehenswürdigkeiten, da man davon ausgehen kann, dass spätestens nach einer Stunde nichts mehr übrig bleibt, vom Charme und der Atmosphäre eines Ortes.

Als ich 2008 in Australien war, waren es übrigens nur noch elf Apostel. Inzwischen ist die Zahl, soweit ich weiß, auf acht geschrumpft.

Sheoak Falls

An der Great Ocean Road liegen jede Menge Nationalparks, die alle von der Straße aus ausgeschildert sind, sodass Du Dir spontan überlegen kannst, wo Du rausfahren möchtest. Grundsätzlich kannst Du einfach überall dort, wo es nett aussieht anhalten, da Du die gesamte Zeit am Meer entlangfährst. Auf der anderen Seite der Straße findest Du oft Startpunkte zu Wanderwegen, die zu Wasserfällen oder Aussichtspunkten führen. Ein Tipp sind die Sheoak Falls im Great Otway Nationalpark, zu denen Du etwa 20 Minuten läufst.

Wo Pause machen?

Ein toller Strand, direkt am Anfang der Great Ocean Road, ist Bells Beach bei Torquay. Besonders die Surfer unter euch dürfen sich diesen Hot Spot nicht entgehen lassen. Aber vergiss nicht, dass die Strecke hier gerade erst beginnt. Im Laufe der Fahrt werden Dir noch weitere wunderschöne Ecken begegnen.

Der Split Point Leuchtturm von Aireys Inlet eignet sich gut als kurzer Fotostopp.

Apollo Bay liegt ungefähr auf der Hälfte der Strecke und ist damit perfekt zum Ausspannen nach der Halbzeit. Übernachtest Du in Apollo Bay, kannst Du auf einem der vielen Aussichtspunkte die Sonne im Meer versinken sehen und mit etwas Glück sogar einige Koalas in den Bäumen entdecken.

Der Rückweg

Musst Du Dein Auto wieder in Melbourne abliefern, führt der schnellere Weg zurück durchs Inland, was aber nicht sonderlich spannend ist. Du kannst also entweder die Strecke wieder zurückfahren oder nutzt die Möglichkeit, Deinen Wagen in Adelaide zurückzugeben und von dort aus weiterzureisen. Dadurch hast Du außerdem mehr Zeit, an der Küste entlangzufahren.

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